Fleischmanns Modell von 218 498-4 erhält einen Schneepflug
Unter der Artikelnummer 4233 erhält man bei Fleischmann ein H0-Modell von 218 498-4. Das Modell stellt sein Vorbild im Zustand um 1994 dar, kurz nachdem man das neue DB-Logo über das alte Bundesbahn-Emblem klebte. Fleischmanns Modell ist trotz seines Alters eine gute Nachbildung der Lok. Allerdings gibt es auch einige Unstimmigkeiten, die man mit relativ einfachen Mitteln beseitigen kann:

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Auspuffanlage

Falsch nachgebildet ist z.B. die Auspuffanlage, die bei den Loks dieser Bauserie äußerlich durch versetzt angebrachte Hutzen auffällt. Also habe ich eines der beiden Löcher verspachtelt und die herausgezogene Hutze weiter nach hinten in Richtung Führerstand 2 versetzt.

Aufnahme: NM


 
Kupplungen, Bremsschläuche & Co

Als erste Arbeit habe ich die am Metallrahmen angespritzten Bremsschlauch- und Kupplungsnachbildungen mit Feile und Fräser abgetragen und später durch Weinert-Teile ersetzt. Die Steckdosen (Wendezugsteuerung unter dem linken Puffer und Zugsammelschiene unter dem vom Führerstand aus gesehen rechten Puffer) stammen von Roco. Ergänzt habe ich auch den zweiten Tritt über dem rechten Puffer (hier noch unlackiert). Ich habe ihn aus Polystyrolresten zurechtgefeilt.

Was Fleischmanns 218er ebenfalls fehlt, sind die Schlussscheibenhalter auf dem Frontumlauf. Zwar gibt es diese Bauteile in H0 sicher von einem der „üblichen Verdächtigen“ als feine Messinggussteile, aber für mich tun es auch einfache Drahtstücke, die ich stumpf auf den Umlauf geklebt habe. Schade, dass letzterer an den Metallrahmen der Lok angespritzt ist. Ein fein durchgeätztes Tauschteil stünde der Lok sicher gut zu Gesicht …

Aufnahme: NM


 
Recherchen für die Schneepflüge

218 498-4 gehört zu den Exemplaren dieser Baureihe, die mit Schneepflügen ausgerüstet wurden. Im Modell fehlt dieses auffällige Accessoire. Da es auch als Zurüstteil bislang von einer der für solches Beiwerk bekannten Firmen nicht erhältlich ist, entschloss ich mich zum Selbstbau. Dazu war zunächst eine gründliche Recherche am Vorbild notwenig.

Aufnahme: NM


 
Nützliche Internet-Links zum Umbau

www.v160.de
www.revisionsdaten.de
www.railfaneurope.net/pix/de/diesel/218/pix.html
www.fleischmann.de – Art-Nr. 4233

 
Bau des Schneepflugs

Aus Messingblechresten verschiedener Stärken, zurechtgeschnittenen Polystyrolteilen und Sekundenkleber entstand daraufhin ein Schneepflug.

Aufnahme: NM


 
Fertig, aber ohne Lack

Die Lok ist einseitig mit Rocos Universalkupplung ausgerüstet und an einen Wendezug gekuppelt. Ein zweiter Schneepflug soll daher erst folgen, wenn das Kupplungsproblem befriedigend gelöst ist. Dazu muss der zweite Schneepflug entweder eine breite Aussparung erhalten oder anstelle der Roco-Kupplung ein Weinert-Zughaken montiert werden. Letzterer kann einfach anstelle der Originalkupplung montiert werden.

Aufnahme: NM


 
Pfusch am Bau …

Zugegeben – wirklich toll sieht der Pflug von unten nicht aus. Aber Hauptsache er ist stabil …
Befestigt ist er übrigens nicht an den äußeren Streben sondern nur an den beiden inneren, hinter den Pufferträger geklebten Polystyrolstreifen!

Aufnahme: NM


 
Schneepflughalterungen

Die beiden außenliegenden Polystyrolstreifen dienen lediglich als Blende. Sie sollen die echten Halterungen darstellen. Weitere Streben habe ich mit kleinen Messingblechteilen nachgebildet.

Aufnahme: NM


 
Schneepflughalterungen

Hier die rechte Lokseite.

Aufnahme: NM


 
Fensterrahmen und Scheibenwischer

Der Tritt über dem aus der Lokführerperspektive rechten Puffer ist nun lackiert. Ergänzt habe ich auch noch den Griff neben der UIC-Steckdose. Die Fensterrahmen hat Fleischmann schwarz lackiert. 218er mit hohen Nummern wurden jedoch mit Fenstereinfassungen aus Metall geliefert. Daher habe ich das Fleischmann-Modell auch in diesem Punkt seinem Vorbild angepasst und die Fensterrahmen silbern angemalt. Um die leider nur am Fenster angespritzten Scheibenwischer besser hervorzuheben habe ich außerdem die Einfassungen der Wischerblätter silbern angemalt. Und weil bei Fleischmann die Scheibenwischerarme schon an den Fenstereinfassungen enden, habe ich dann noch schwarz angemalte Drahtstückchen aufgeklebt, um sie bis zu ihren eigentlichen Drehpunkten zu verlängern. Leider nicht korrigieren lässt sich die Breite der Frontscheiben. Sie sind den Fleischmann-Konstrukteuren etwas zu breit geraten.

Auf dieser Aufnahme nur schwer zu erkennen sind die von innen auf die Scheiben aufgemalten Enden der Belüftungsdüsen, welche vor allem in der kalten Jahreszeit wichtig sind, wenn die Scheiben zum Beschlagen neigen. Um einiges auffälliger ist aber die dunkelgrau bzw. dunkelgrün lackierte Inneneinrichtung, die der Lok viel besser zu Gesicht steht als der ab Werk eingesetzte helle Einsatz.

Aufnahme: NM

Scheibenwischerantrieb

Wer's ganz genau nehmen möchte, kann zum Schluss auch noch die Scheibenwischernantriebe nachbilden. Am besten geht das mit einem dickeren Stück Draht (ca. 1,5 mm Durchmesser), das schwarz angemalt und dann hinter die Scheibe geklebt wird. Wie auf den anderen Fotos gut zu erkennen ist, kann man sich das aber auch getrost sparen – man sieht sie ohnehin kaum.

Aufnahme: NM

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